Experten-Artikel

Klassifizierung der Embryonen

Die Auswahl der besten Embryonen für den Transfer ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Behandlung, und das sowohl bei einer IVF-Behandlung mit eigenen Eizellen als auch bei Eizellspende.
CEO, EIGENTÜMER DER KLINIK, LEITENDER ESHRE-EMBRYOLOGE
Klassifizierung der Embryonen
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2 Min.

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Veröffentlicht

17. Juli 2026

Während der IVF gewonnene Embryonen werden im Labor für 2 bis maximal 6 Tage kultiviert. Nach der Entwicklung werden die hochwertigsten Embryonen ausgewählt, um sie in die Gebärmutter der Mutter zu übertragen oder für weitere Zyklen einzufrieren.

Infografik: Klassifizierung der Embryonen

Die Bewertung der Embryoqualität erfolgt auf der Grundlage der Morphologie, d.h. der Form, Entwicklung und des Aussehens. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. entweder die Beobachtung der Embryonen passiert unter einem optischen Mikroskop. Dies ist die älteste Methode und sollte schnell durchgeführt werden, damit die Embryonen so kurz wie möglich ausserhalb des Inkubators bleiben.
  2. Die Beobachtung der Embryonen passiert mit Hilfe von Time Lapse Monitoring. Die kontinuierliche Aufzeichnung der Embryoentwicklung ermöglicht eine transparente Beurteilung und Darstellung derselben ab dem Tag der Befruchtung bis zum Tag des Transfers. Dies ermöglicht eine ungestörte Kultivierung des Embryos, eventuelle Auffälligkeiten bei dem Embryo zu erkennen, sowie auch zeichnet wichtige Marker der Embryoentwicklung auf.

Es ist sehr wichtig zu erwähnen, dass die Klassifiezierung der Embryonen abhängig von der Embryonalstadien unterschiedlich ist:

  • am ersten Tag bewertet man die Zygote, d.h., die befruchtete Eizelle
  • am Tag Zwei und Drei bewertet man schon den Embryo. Der Embryo soll erstmal 2, weiter 4 und 8 Zellen haben.
  • Am Tag vier ist der Embryo schon im sogenannten Morulastadium,  wobei es sich um eine Zusammensetzung von 12 bis 16 Zellen handelt.
  • Am Tag fünf oder sechs erreicht der Embryo die letzte Stufe der Embryoentwicklung, die im Labor durchgeführt werden kann, um zwar, die Blastozyste. Die Qualität der Blastozysten wird anhand von vier Buchstaben angegeben: A, B, C und D.

In allen Phasen der embryonalen Entwicklung werden die morphologischen Kriterien, Anzahl der Zellen, die Sequenz der Zellteilung, Fragmentationen, vorhandene Vakuolen usw. berücksichtigt.

In der Clayo Clinic benutzen wir für die Auswertung und Klassifizierung der Embryonen exklusive Time Lapse Monitoring in der Kombination mit künstlicher Intelligenz CATI. Die künstliche Intelligenz CATI nutzt einen Algorithmus, der vom Gründer und Inhaber der Clayo Clinic, Dr. Daniel Hlinka aufgrund seiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Embryologie entwickelt ist. CATI kann nicht-invasiv auswählen, welche Embryonen des Paares die besten Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft bieten und das geringste Risiko genetischer Anomalien aufweisen. Der große Vorteil der neuen kombinierten Methode ist ihre Nicht-Invasivität. „Die besten Embryonen können wir mithilfe CATI identifizieren, ohne dass wir irgendeiner Weise eingreifen müssen“, erklärt Dr. Daniel Hlinka. In etwa 70 % der Zyklen wird die Patientin aus den mithilfe der künstlichen Intelligenz von CATI ausgewählten Embryonen schwanger.

Fazit
Über den Autor
CEO, EIGENTÜMER DER KLINIK, LEITENDER ESHRE-EMBRYOLOGE
Dr. Daniel Hlinka hat diesen Artikel für unsere Partnerklinik Clayo Clinic zur Verfügung gestellt.
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