Kinderwunsch-Kämpferin · Ihre Geschichte

Mela

Die große Frage nach dem Warum.

Hallo, ich bin Mela.

Aktuell befinde ich mich in einem Spagat zwischen Kinderwunsch, künstlichen Befruchtungen, emotionalen Auf und Abs, Arbeiten, Nebenjob, Sport, gesunde Ernährung, Ehe, Familie und Freunde und dann starte ich jetzt auch noch einen Kiwu-Blog. Warum ich letzteres mache? Weil es mir ein Anliegen ist. Vielleicht ist es auch eine Art von Therapie, anderen Frauen mit unserer Geschichte zu helfen.

Reisebeginn

Oktober 2021

Diagnosen

Endometriose, Adenomyose, AMH-Wert 0,3, erhöhte Killerzellen, fehlende KIR-Gene

Behandlungen

15 ICSIs, 12 Follikelpunktionen, 7 Embryotransfers

Größtes Wunder

Gesünder als zu Beginn der Reise

Aktuelle Station

Klinik CRA, Barcelona · 15. ICSI mit PGT-A

Ihr Weg

Wer suchet, der findet.

Von Mela selbst aufgeschrieben, Station für Station. Am Anfang ihrer Route steht keine Antwort, sondern eine Frage. Und weil sie ihr niemand beantwortet, fängt Mela an, selbst zu forschen.

Moment 01 · Oktober 2021

Wissen ist nur Wissen

Durch mein Kinderwunsch-Profil in Instagram (@melas.kiwu.journey) bin ich so vielen hilfsbereiten Menschen begegnet, ohne die ich niemals dieses Wissen bekommen hätte, welches ich heute habe. Naja, Wissen ist eben leider auch nur Wissen, schwanger hat es mich bisher nicht gemacht.

Moment 02

Eine von sieben

Es sind so viele Frauen in Deutschland von einem unerfüllten Kinderwunsch betroffen, 1 von 7! Es ist erschreckend und gleichzeitig auch etwas beruhigend. Ich bin nicht alleine. Allerdings macht es mich auch traurig, in den Profilen meiner Kiwu-Mädels zu lesen, wie schlecht es ihnen geht. Sterilität ist das am meisten erforschte Gebiet, mit den wenigsten Erkenntnissen. Das ist eines der frustrierendsten Dinge, das mir im Leben jemals begegnet ist. Die große Frage nach dem WARUM.

Moment 03

Keiner weiß es

Warum ist mit 34 Jahren mein AMH-Wert (Anti-Müller-Hormon, Bestimmung der Eizellreserve im Eierstock) von 0,3 so niedrig wie von einer Mitte 40-jährigen? Die Ärzte sagen, es würde an meiner Endometriose (Gebärmutter Schleimhautgewebe außerhalb der Gebärmutter) und Adenomyose (Gebärmutter Schleimhautgewebe innerhalb der Gebärmuttermuskulatur) liegen. Beides sind zwar chronische Entzündungen, aber mit dem geringsten Grad ausgeprägt und machen bei mir nur sehr wenige Symptome während der Periode und dem Eisprung. Trotzdem, soll ich deswegen frühzeitig in die Wechseljahre kommen? Ich weiß es nicht. Keiner weiß es. Genetisch sind bei mir in der Familie alle, mütterlicher- und väterlicherseits, definitiv fruchtbar und niemand kam früher in die Wechseljahre.

Moment 04

Warum dann ich?

Warum dann ich? Liegt es an der Pille, die ich vor 10 Jahren abgesetzt habe? An Umweltfaktoren wie BPA und Elektrosmog? Oder an Stress und ungesunder Ernährung? Es gibt andere Frauen zum Vergleich, die Endometriose so schlimm haben, dass der ganze Bauchraum und auch andere Organe wie Darm und Blase befallen sind. Denn ihr AMH-Wert ist aber höher, also besser als meiner. Ich finde das alles seltsam. Fragen über Fragen. Fragen habe ich zu jeder zusätzlichen Diagnose, die ich auf meinem 3-jährigen Kinderwunsch-Weg erhalten habe: schlechte Eizellqualität, erhöhte Killerzellen und fehlende Kir-Gene in der Gebärmutter. Warum und was ist die Ursache?

Moment 05

Auf die Signale hören

Und genau darum geht es meiner Meinung nach. Es geht darum, die Probleme im Körper zu verstehen, auch wenn es nicht darum geht, alles im Detail zu verstehen, aber es ist wichtig, auf die Signale deines Körpers zu hören.

In dem Moment, wenn ein Körper die Fruchtbarkeit einer Frau einstellt, dann braucht er definitiv Hilfe und nicht noch mehr unterdrückende Medikamente.
Mela, Kinderwunsch-Kämpferin
Moment 06

Wer suchet, der findet

Die Fruchtbarkeit ist das, was der Körper mit zuletzt einstellt! Das bedeutet, dass er seine Energie für andere Dinge wie z. B. das Immunsystem im Körper benötigt, um zu überleben!

Auf meiner Kinderwunsch-Reise habe ich sehr viel über Gesundheit geforscht und gelernt. „Wer suchet der findet!" wie man so schön sagt. Und ja, ich habe in der Zeit mein Asthma und chronische Sinusitis nahezu geheilt, meine Unverträglichkeiten und Allergien verbessert, meine chronische Hautkrankheit natürlich reguliert und eine chronische Pilzerkrankung eliminiert ohne die Hilfe von Ärzten. Fakt ist, ich bin trotz 10 ICSIs, 12 Follikelpunktionen und 7 Embryotransfers gesünder als zu Beginn unserer Kinderwunsch-Reise und das ist definitiv ein Gewinn, auch wenn ich bisher nicht schwanger bin! Trotzdem ist diese Phase nicht leicht für uns und für mich als Paar.

Moment 07

Wir schaffen das

Die ganzen Behandlungen, Diagnosen und Ängste machen was mit mir und unserer Beziehung. Auch bei meinem 48-jährigen Mann gab es leider Diagnosen, wie eine leicht erhöhte DNA-Fragmentierung und eine leicht erniedrigte progressive Motalität der Spermien. Was mir etwas die Last nimmt, denn ich bin nicht mehr allein verantwortlich für unsere derzeitige Kinderlosigkeit. Die Situation ist sehr hart, aber es ist wie sie ist, wir halten zusammen und beruhigen uns ständig damit, dass es nur eine Phase ist. Wir müssen einfach nur durchhalten und stark sein, danach wird alles wieder gut werden. Wir schaffen das.

Bei den kommenden Artikeln nehme ich euch mit auf unsere Reise und werde erzählen, was ich oder auch wir alles gemacht haben, um trotz Kinderwunsch und künstlichen Befruchtungen gesünder zu werden. Mit dem Ziel, endlich schwanger zu werden.

Ihre Reise in Zahlen
4

Jahre unterwegs

15

ICSIs

12

Follikelpunktionen

7

Embryotransfers

0,3

AMH-Wert mit 34

5.500

Höhenmeter im Training

Melas Diagnostik

Was hinter ihrer Reise steckt.

Jede Kinderwunsch-Reise hat ihre eigene Diagnostik. Bei Mela steht am Anfang keine einzelne Diagnose, sondern eine Kette davon, und keine erklärt die andere. Hier erklären wir die Begriffe so, dass man sie ohne Medizinstudium versteht.

Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, wächst außerhalb der Gebärmutter. Es reagiert auf den Zyklus wie die Schleimhaut selbst, baut sich auf und blutet, kann aber nicht abfließen. Daraus entstehen chronische Entzündungen, Verwachsungen und Schmerzen.

Bei Mela

Bei Mela ist die Endometriose nur schwach ausgeprägt und macht kaum Symptome. Trotzdem ist sie die Erklärung, die ihre Ärzte für die niedrige Eizellreserve anbieten. Mela hält dagegen: Sie kennt Frauen, bei denen die Endometriose den ganzen Bauchraum befallen hat und deren AMH-Wert trotzdem besser ist als ihrer.

Dieselbe Art Gewebe, aber innerhalb der Gebärmuttermuskulatur. Die Gebärmutterwand verdickt sich dadurch, die Periode wird oft stärker und schmerzhafter. Adenomyose und Endometriose treten häufig zusammen auf.

Bei Mela

Sie trat bei Mela zusammen mit der Endometriose auf, ebenfalls im geringsten Grad. Beide zusammen sollen der Grund dafür sein, dass ihr Körper mit Mitte dreißig in die Wechseljahre geht. Eine Familiengeschichte gibt das nicht her: Mütterlicher- und väterlicherseits war niemand früh dran.

Das Anti-Müller-Hormon zeigt, wie viele Eizellen in den Eierstöcken noch angelegt sind. Der Wert sinkt mit dem Alter und lässt sich nicht wieder anheben. Er sagt etwas über die Menge aus, nicht über die Qualität.

Bei Mela

Mit 34 Jahren lag Melas Wert bei 0,3, so niedrig wie bei einer Mitte Vierzigjährigen. Dazu kamen im Lauf der Jahre weitere Diagnosen: schlechte Eizellqualität, erhöhte Killerzellen und fehlende KIR-Gene in der Gebärmutter. Eine Ursache hat bis heute niemand gefunden.

Uterine natürliche Killerzellen sind Immunzellen in der Gebärmutterschleimhaut. Sie gehören dorthin und steuern mit, wie sich ein Embryo einnistet. Sind es zu viele oder sind sie zu aktiv, kann das die Einnistung stören.

Bei Mela

Der Befund kam als eine von mehreren Zusatzdiagnosen im Lauf der Jahre dazu. Ob er erklärt, warum keiner von Melas sieben Embryotransfers gehalten hat, ist bis heute offen.

KIR-Gene steuern, wie die Killerzellen der Gebärmutter auf einen Embryo reagieren. Fehlen bestimmte davon, kann das Zusammenspiel zwischen mütterlichem Immunsystem und Embryo aus dem Takt geraten.

Bei Mela

Auch dieser Befund kam erst später dazu. Für Mela ist er einer von vielen, die nebeneinanderstehen, ohne dass einer den anderen erklärt. Genau daraus entsteht ihre Frage nach dem Warum.

Wo sie heute steht

Das Finale in Barcelona.

Wir haben bereits unzählige gescheiterte ICSIs hinter uns, um genau zu sein, sind wir schon bei Nr. 14 angelangt und haben immer noch keinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand, trotz aller Bemühungen. Ihr könnt euch vorstellen, der Frust ist sehr groß! Meine Eizellreserve schrumpft immer weiter und ich konnte das letzte halbe Jahr nichts tun, außer meine Eierstock-Zysten mit der Pille zu beruhigen. Man konnte, während ich im Wartemodus war, quasi dabei zusehen, wie meine Eierstockreserve sich weiter reduzierte. Diese Hilflosigkeit ist wirklich dramatisch. Und immer noch steht die Frage des WARUMs im Raum.

Aber dem wird in 2025 ein Ende gesetzt. Wir sind aktuell auf dem Weg nach Barcelona zur 15. ICSI mit PGT-A, mit einer genetischen Untersuchung der Blastozysten. Es sind die letzten ICSIs, die jetzt anstehen. Maximal noch 3! Und dann hören wir auf. Dann werde ich mich meinem Schicksal hingeben. Aber trotzdem haben wir Hoffnung.

Wir werden parallel eine Eizellspende veranlassen. Aktuell warten wir noch auf einen Test und dann geht die Suche auch schon los. Eine blonde Spenderin in Spanien? Ja, geht, aber dauert. Das ist kein Problem für uns. Was wir definitiv in dieser Zeit gelernt haben, ist Geduld, und angeblich dauert die Suche auch nur 2 Monate.

Wir sind absolut optimistisch und hoffen jeden Tag, dass unsere Kinderwunsch-Reise in Barcelona endlich ein Ende nehmen wird. Wir werden euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten.

Dank Claudia und Chris haben wir einen wunderbaren Arzt kennengelernt. Dr. Herrero aus der Klinik CRA in Barcelona.

Mela, Kinderwunsch-Kämpferin
Artikel

Kann man die Eizellqualität verbessern?

Dieses Thema ist durchaus umstritten. Laut medizinischen Studien lässt sich die Eizellqualität nicht verbessern, aber es gibt immer wieder Fälle, bei denen sich die Eizellqualität positiv verändert hat. Aber noch mal ganz von vorne. Wie entstehen eigentlich Eizellen?

Die Anzahl der Eizellen sind bereits ab den ersten Lebenswochen eines weiblichen Embryos festgelegt. Die Eizellen reifen während eines Zykluses in den Eierstöcken heran. Einmal monatlich reift eine dieser Eizellen in einem sog. De-Graaf-Follikel so weit heran, dass sie in den Eileiter wandert (Eisprung). Dort kann sie von Spermazellen befruchtet werden. Dies ist der erste Schritt zur Schwangerschaft. Wird die Eizelle nicht befruchtet, geht sie ab.

Ab der ersten Menstruation einer Frau werden somit Eizellen ausgewählt, in jedem Zyklus eine sog. Oozyte. Die Oozyten mit der besten Qualität werden als Erstes ausgewählt, so dass mit der Zeit die Eizellen der darauf folgenden Zyklen eine geringe Qualität haben. Dies erklärt, warum Frauen ab 35 mehr Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden und eine höhere Fehlgeburtenrate haben. Es gibt jedoch Studien, die darauf hinweisen, dass die Eizellreifungsphase, die bereits 3 Monate vor dem Eisprung beginnt, die Qualität der Eizellen beeinflussen kann.

Mit Hilfe der unten genannten Vorgehensweise kannst du deine Eizellqualität Verbesserung angehen.

01

Hypothese „schlechte Eizellqualität" bestätigen lassen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Eizellqualität während einer Kinderwunschbehandlung testen zu lassen, z. B.:

  • (Sicher) Polkörperdiagnostik der entnommenen Eizelle (PKD) vor der Befruchtung
  • (Sicher) Präimplantationsdiagnostik* von Blastozysten (PID/PGT-A)
  • (Unsicher) Häufige Blastozystenkulturen und Bewertungskriterien aus dem Labor erfragen.
  • Zusätzlich sollten diverse Spermienprobleme wie z. B. eine erhöhte DNA-Fragmentierung ausgeschlossen werden. Denn auch diese können zu Entwicklungs- und Qualitätsproblemen bei Blastozysten führen (v. a. ab Morula-Stadium).

*PID/PGT-A ist nur unter bestimmten Voraussetzungen in Deutschland erlaubt. In anderen Ländern wie z. B. Tschechien, Dänemark oder Spanien ist dies jedoch erlaubt.

02

Mögliche Ursachen finden

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu schlechter Eizell-Qualität führen können, z. B.:

  • Alter (Genetische Veränderungen/Auffälligkeiten)
  • Chronische Entzündungen
  • Ungesunder Lebensstil
  • Umwelteinflüsse

In allen 4 Punkten sind insbesondere die Mitochondrien beteiligt.

Die Mitochondrien sind winzig kleine, meist ovale Teilchen (sogenannte Zellorganellen, Durchmesser ca. 1,5 µm), die zu Hunderten bis Tausenden in jeder Zelle vorkommen (Ausnahme: rote Blutkörperchen). Je stoffwechselaktiver und energiebedürftiger ein Organ ist, umso mehr Mitochondrien befinden sich in einer Zelle. Herzmuskelzellen (in einer einzigen Herzmuskelzelle arbeiten bis zu 5000 Mitochondrien), Leberzellen, Nervenzellen und besonders die weibliche Eizelle (100.000 !) haben sehr viele Mitochondrien. Diese kleinen Zellorganellen sind vor allem für die Energiebereitstellung der Zelle verantwortlich.

Leider sind unsere Kraftwerke aber sehr anfällig gegenüber Störungen! Jede Art von übermäßigem Stress, falscher Ernährung, Infektionen, Medikamenten, Antibiotika etc. schädigen die Mitochondrien. Auch das Alter spielt eine große Rolle, denn über die Zeit gehen immer mehr Mitochondrien zurück. Die mitochondriale Medizin ist ein neuer Zweig und bestätigt durch den Rückgang der Mitochondrienaktivität die Entstehung von vielerlei Erkrankungen!

Und genau an den Mitochondrien setzen wir bei der Eizellqualität Verbesserung an!

Aber das alleine reicht noch nicht, denn auch das Immunsystem spielt eine große Rolle für den Körper. Mitochondrien können unter anderem durch das Immunsystem geschädigt werden.

Grundsätzlich gilt, alle chronischen Entzündungen, wie z. B. ausgelöst durch Allergien oder Autoimmunkrankheiten oder auch stille Entzündungen, wie z. B. ausgelöst durch Übergewicht, führen langfristig zu einem Ungleichgewicht im Immunsystem. Das heißt, das Immunsystem verbraucht mehr Energie als ein normales Immunsystem. Das wiederum bedeutet, dass andere Organe wie z. B. Gehirn, Darm, Leber und auch die Eierstöcke dauerhaft weniger Energie zur Verfügung gestellt bekommen, als sie eigentlich bräuchten.

Aber wie kann ich das Immunsystem wieder regulieren? Die Antwort ist kurz und knapp: über die Darmgesundheit!

03

Maßnahmen zur Verbesserung umsetzen

Auf Grundlage des oben genannten Wissens stellt sich die Frage, wie kann ich meine Eizellqualität nun verbessern?

Hinweis: Die Maßnahmen müssen jedoch mind. 3 Monate vor der Ovulation konsequent umgesetzt werden.

1. Gesundheitszustand verbessern und Immunsystem regulieren

(indirekter Einfluss auf die Mitochondrien)

  • Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf, Darmbarrieren aufbauen, Darmmikrobiom verbessern, Leber und Bauchspeicheldrüse stärken, Nährstoffe auffüllen und Schleimhäute unterstützen, nicht rauchen, kein Alkohol, keine Drogen, BPA und Plastik in der Küche reduzieren, Stress reduzieren und den Vagus Nerv (durch z. B. bestimmte Atemtechniken) stimulieren.

2. Energie zuführen

(direkter Einfluss auf die Mitochondrien)

  • Natürlich: z. B. durch Höhentrainings (IHHT), Wechselduschen oder Eisbaden
  • Künstlich: Nahrungsergänzungsmittel wie z. B. NMN, Q10 Ubiquinol, DHEA und Antioxidantien wie z. B. Resveratrol, Vitamine E, Astaxanthin, OPC, usw.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es möglich ist, die Eizellqualität zu verbessern, wenn man rechtzeitig handelt! Um eine gute Eizellqualität zu erreichen, sollte man Entzündungen im Körper angehen, das Immunsystem unterstützen, indem man den Darm aufbaut, und die Mitochondrien Aktivität im Körper fördern. Wichtig ist, dass die Maßnahmen mindestens 3 Monate (je länger desto besser) umgesetzt werden, um Erfolge erzielen zu können.

04

Wie ich meine Eizellqualität verbessert habe?

Wie ihr in meinem vorherigen Vorstellungs-Blogeintrag lesen konntet, leide ich an einem unerfüllten Kinderwunsch. Außerdem habe ich diverse chronische Krankheiten, dazu zählen: Endometriose, Adenomyose, Allergien, Asthma, Histamin- und Laktoseintoleranz und die Autoimmunkrankheit Lichen Sclerosus vaginal.

Ich habe mir für meine zahlreichen Krankheiten Unterstützung bei einigen Ärzten, Heilpraktikern und Gesundheits-Coaches in den letzten Jahren gesucht. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass meine Krankheiten mit meiner Unfruchtbarkeit zu tun haben müssen. Somit bin ich auf die Suche gegangen. Denn die Aussage meiner Reproduktionsmedizinerin „Sie haben halt einen geringen AMH-Wert und Endometriose" war für sie Erklärung genug, dass es bei uns seit 3 Jahren nicht klappen will. Ich sehe das anders. Ich hinterfrage immer, WARUM ich einen geringen AMH-Wert und Endometriose habe?

Letztendlich wird man es nie genau sagen können, aber auf meiner Reise bin ich schon vielen Diagnosen auf den Grund gekommen. Wie im Artikel „Eizellqualität verbessern" beschrieben, gibt es definitiv Zusammenhänge zwischen allen anderen Erkrankungen und der Unfruchtbarkeit.

Immunsystem und Mitochondrien

Bei mir ist das Hauptproblem vor allem das Immunsystem und auch meine Mitochondrien Aktivität, die ich über den ATP-Wert habe messen lassen. Zusätzlich recherchiere ich gerade an der Krebserkrankung meiner Oma. Denn sie ist recht jung (mit 50 Jahren) vor 30 Jahren an „Unterleibskrebs" verstorben. Das heißt, auch da könnte es Zusammenhänge geben. Genaueres weiß ich leider noch nicht.

Mein Immunsystem habe ich seit diesem Jahr gut in den Griff bekommen, durch die im Artikel genannten Maßnahmen, das heißt Lebensstil und Darmaufbau. Ich merke es daran, dass ich nicht mehr krank werde, mein Asthma und meine Allergien fast verschwunden sind und meine ständigen Atemwegs-Entzündungen plötzlich gestillt sind. Wie ich das genau gemacht habe, werde ich in einem weiteren Artikel demnächst berichten.

Parallel habe ich an meinen Mitochondrien gearbeitet. Ich fühle mich seitdem unglaublich fit und bin extrem leistungsfähig. Zusätzlich hat sich meine Schlafqualität enorm verbessert. Ich gehe zum Beispiel seit Januar 2024 regelmäßig 2-3x wöchentlich (konsequent) ins Höhentraining und nehme einige Nahrungsergänzungsmittel ein. Auch hierzu werde ich demnächst noch weitere Artikel verfassen.

Seit März ist alles anders

Der größte Erfolg war für mich jedoch, dass meine Eizellqualität seit März 2024 sich enorm verbessert hat. Ich hatte zuvor im Rahmen meiner Kinderwunschbehandlungen nie zeitgerecht entwickelte Embryos. Häufig waren es an Tag 5 nur frühe Blastozysten (wenn überhaupt). Die meisten Eizellen blieben an Tag 3 oder Tag 4 stehen.

Aber seit März ist alles anders. Jede Eizelle wird zu einer Blastozyste im Rahmen von ICSI Naturell! Einmal hatte ich sogar eine schlüpfende Blastozyste. Die Qualität ist laut Labor wirklich gut, aber noch nicht 100% perfekt. Dafür muss ich meinem Körper einfach noch etwas Zeit geben. Das heißt, für mich gilt weiterhin eiserne Disziplin bzgl. eines gesunden Lebensstils und Mitochondrien Arbeit. Denn geklappt hat es bei uns trotzdem leider noch nicht mit einer Schwangerschaft.

Es ist noch unklar, ob ich genetische Veränderungen der Eizellen habe, die Spermien und oder das Immunsystem in der Gebärmutter nicht doch auch noch eine Rolle spielen. Das werden wir aber demnächst herausfinden. Bleibt also dran.

Alles Liebe, eure Mela

Das benötigt eine große Portion Wille und Durchhaltevermögen. Aber ich kann dir sagen, es funktioniert!

Mela, Kinderwunsch-Kämpferin

Ihre Extrameile

Höhentraining: Mount Everest im Sitzen.

Was dabei passiert

Bei einem Höhentraining, auch als Hypoxietraining bezeichnet, herrschen Bedingungen wie auf dem Gipfel eines Berges. Durch den künstlich abgesenkten Sauerstoffpartialdruck in der Höhenkammer wird dem Körper die Sauerstoffversorgung der Muskulatur, aber auch des Gehirns und aller anderen Organe, erschwert.

Besonders bei Beschwerden wie Long-Covid, dem Fatigue-Syndrom (CFS), aber auch anderen chronischen Erkrankungen, wurden mit Hilfe der IHHT-Methode sehr gute Erfahrungen gemacht. Aber nicht nur in diesen medizinischen Bereichen wurden Erfolge erzielt, sondern auch im unerfüllten Kinderwunsch.

Die Kraftwerke der Zellen

Durch die gezielten Trainingsreize mit Hypoxie (Sauerstoffarmut) und Hyperoxie (Sauerstoffüberschuss) werden die Zellen angeregt, sich zu regenerieren und ihre Funktion zu optimieren. Mitochondrien, die sogenannten Kraftwerke der Zellen, spielen dabei eine zentrale Rolle.

Sobald unsere Mitochondrien wieder richtig arbeiten, führt das nicht nur zu einer Steigerung der Energie und Vitalität, sondern auch zu einer allgemeinen Verbesserung der Gesundheit und Zellqualität.

Wie Sauerstoff zur Fertilitätsbehandlung eingesetzt werden kann

Ein wichtiges Stichwort lautet hier: Hormone und Eizellqualität. Für alles, was wir tun und alle Prozesse, die sich im menschlichen Körper abspielen, spielen Hormone eine entscheidende Rolle. Sie geben „den Takt an“ und wirken als Initiatoren für sämtliche Abläufe in unserem Organismus. So also natürlich auch für die Schwangerschaft.

Viele Menschen, deren Zellen durch Alterung oder allgemein körperlichen Verfall ermüden, leiden unter hormonellen Störungen und Ungleichgewichten. Wie sich zeigte, kann das Training mit unterschiedlich O2-haltiger Luft den Hormonspiegel sicht- und spürbar regulieren.

Außerdem konnte festgestellt werden, dass entnommene Eizellen im Anschluss an eine Sauerstoffbehandlung eine überdurchschnittlich hohe Qualität aufweisen können. Besonders im Zusammenspiel mit einer gesunden Lebensweise und der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, sog. Antioxidantien.

Die Eizelle schlägt sie alle

Täglich bilden Billiarden von Mitochondrien in unseren Zellen das wichtigste Energiemolekül im Körper: Adenosin-Triphosphat, kurz ATP. Sämtliche Organe und alle Muskeln verwenden das ATP-Molekül als Energiequelle. Je mehr Energie ein Organ oder ein Gewebe verbraucht und je schneller sein Stoffwechsel abläuft, desto mehr Mitochondrien enthalten seine Zellen.

Herzmuskelzellen, in einer einzigen Herzmuskelzelle arbeiten bis zu 5.000 Mitochondrien, sowie Leberzellen, Nervenzellen und Sinneszellen haben sehr viele Mitochondrien. Doch die Eizelle schlägt sie alle: Sie trägt etwa 100.000 (!) Mitochondrien in sich. Der ATP-Wert kann in bestimmten Laboren erfasst werden, unterliegt jedoch starken Schwankungen.

Der natürliche Fortpflanzungsprozess erfordert einen wichtigen energetischen Beitrag. Die Eizelle ist in diesem Prozess der einzige Energielieferant. Reicht die Energie nicht aus, hat das eine geringere Fruchtbarkeit zur Folge. In höherem Alter enthalten die Eizellen der Frau meist zwar mehr Mitochondrien, dies sind aber zumeist solche, die nicht mehr richtig funktionsfähig sind. Mittels dem Höhentraining können diese wieder aktiviert werden.

Wo kann ich Hypoxie-Training machen?

Es gibt in verschiedenen Städten einige Institute oder Praxen, die Höhentrainings anbieten. Manche verleihen sogar Geräte für zu Hause.

Wie oft muss ich zum Hypoxie-Training?

Da die kleinen Follikel sich bereits bis zu 3 Monate vorher im Eierstock bilden, sollte das Training Minimum 3 Monate lang vor dem nächsten Versuch starten. Es wird empfohlen, 2-3x die Woche die Sauerstofftherapie für jeweils ca. 1 h durchzuführen.

Welche Art von Hypoxie-Training ist für mich geeignet?

Hierzu solltest du dich von einem Institut oder einer Praxis beraten lassen. Es gibt aktive und passive Höhentrainings. Aktiv auf z. B. einem Laufband und passiv im Sitzen. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn man die Trainingsart abwechselt. Jedoch sollte immer die Sauerstoffsättigung überprüft werden.

Wie ist meine persönliche Erfahrung dazu?

Ich gehe schon seit 1 Jahr durchgehend 2x wöchentlich zum Höhentraining. Ich bin mittlerweile bei einer Höhenluft von 5.500 Höhenmetern angekommen. Gestartet habe ich bei 2.000 Höhenmetern.

Der Körper arbeitet, vor allem am Anfang, wenn man es das erste Mal macht. Anfangs war ich danach sehr erschöpft. Und bei den ersten Sitzungen hatte ich das Gefühl zu wenig Luft zu bekommen. Aber all das merke ich nicht mehr.

Meine Eizellqualität war davor schlecht. Ich hatte, wenn überhaupt, an Tag 5 nur frühe Blastozysten und noch nie eine Schwangerschaft. Nach einem halben Jahr hatte ich plötzlich nur noch schlüpfende Blastozysten in B-Qualität. Auch wenn wir nur einen Follikel punktiert haben. Wenn wir zwei Follikel punktierten, waren es 1 Blastozyste und 1 Morula in B-Qualität. Ja, es hat definitiv geholfen.

Eine Schwangerschaft ist bisher trotzdem noch nicht eingetreten. Aber die Ursache ist nach wie vor unklar, woran es bei mir liegt. Sind es die Eizellen oder die Gebärmutter/Immunsystem? Die genetische Untersuchung via PGT-A wird dieses Jahr noch erfolgen, damit wir endlich Klarheit haben.

Viel Spaß beim Erklimmen des Mount Everest im Sitzen oder Laufen.

  Mela, Kinderwunsch-Kämpferin

Bewegte Momente

Melas Mediathek.

Mela im Gespräch: wie sie zu den Kinderwunschmanagern kam, wie sie sich selbst vorstellt und was der Mitgliederbereich für sie wert war. Wähle rechts aus, was du sehen möchtest.

Im Gespräch

Melas Vorstellung

Mela stellt sich selbst vor: wer sie ist und warum sie ihre Kinderwunsch-Reise öffentlich erzählt.

Es ist ein Kampf. Ein Kampf gegen den eigenen Körper. Trotzdem fühle ich mich mit meinem Schicksalsschlag nicht mehr alleine.
Mela, an alle Kämpferinnen
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An: Mela
Kinderwunsch-Kämpferin
Klinik CRA · Barcelona

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