Experten-Artikel ·

Endometriose

Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe auch außerhalb der Gebärmutterhöhle befinden.
FertiCare, Prag
Endometriose
Lesezeit

2 Min.

Verfasst von

Veröffentlicht

14. Juli 2026

Gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe kann bei dieser Erkrankung fast überall im menschlichen Körper vorkommen, am häufigsten sind sie im kleinen Becken und in den Organen des Bauchraumes zu finden. Diese Endometriumablagerungen reagieren auf den Spiegel der Sexualhormone, was dazu führt, dass sie während der Menstruation bluten und in der Folge eine chronische Entzündung entwickeln. Diese Gewebeveränderungen verhindern die Empfängnis, sekundär entstehen auch Verwachsungen, die die Eizelle mechanisch am Erreichen der Gebärmutter und deren Einnistung hindern.

Ursachen der Endometriose

Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist trotz Forschung bis heute ungeklärt. In der Regel spricht man über ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren: genetische, immunologische und hormonelle. Davon gehen mehrere Theorien zur Entstehung der Endometriose aus. Die älteste von ihnen – die sogenannte Implantation – behauptet, dass es zu einer sog. umgekehrten Menstruation kommt. Dabei treten die Teile der Gebärmutterschleimhaut nicht aus dem Körper heraus, sondern dringen in die Bauchhöhle ein. Eine andere Theorie erklärt die Erkrankung als Folge der Umwandlung einiger Zellen in endometriale Zellen. Auch der Zusammenhang zwischen der Endometriose und dem Immunsystem der Frau wird intensiv erforscht.

Infografik: Endometriose

Symptome der Endometriose

Probleme beim Schwangerwerden können auf Endometriose hindeuten. Schmerzen im Unterbauch, während der Menstruation oder beim Geschlechtsverkehr sind ebenfalls ein häufiges Symptom. Seltener kann es zu Blut im Urin oder Stuhl kommen. In einigen Fällen ist die Endometriose völlig asymptomatisch und wird zufällig bei einer Laparoskopie entdeckt.

Behandlung der Endometriose

Bei der Behandlung der Endometriose konzentrieren wir uns auf zwei grundlegende Dinge: die Beseitigung der Probleme der Infertilität und die Linderung der endometriosebedingten Schmerzen. Es ist zu bedenken, dass Endometriose nicht vollständig geheilt werden kann, aber ihre Herde können deutlich reduziert werden.

Die Therapie der ersten Wahl ist die konservative Behandlung, mit Hormonpräparaten und Schmerzmitteln. Dadurch können sich die aktiven Endometrioseherde verringern bzw. zurückbilden.

Die zweite Option ist der chirurgische Weg. Dabei werden unerwünschte Endometrioseherde laparoskopisch entfernt und gleichzeitig Verwachsungen, die sich infolge einer Entzündungsreaktion um die Herde herum gebildet haben, gelöst.

Prognose der Endometriose

Da die Endometriose eine chronische Erkrankung ist, muss damit gerechnet werden, dass sie wieder auftreten kann. Deshalb empfehlen wir auch, dass die Frau nach der Behandlung der Endometriose die Familienplanung nicht hinauszögern sollte, da die Chancen auf eine Schwangerschaft mit dem möglichen Wiederauftreten der Erkrankung erneut sinken können. Nach der Menopause verschwindet die Endometriose vollständig.

Fazit

Endometriose ist behandelbar, und viele betroffene Frauen erfüllen sich ihren Kinderwunsch. Entscheidend sind eine frühe Diagnose und ein individuell abgestimmter Behandlungsweg.

Über den Autor
FertiCare, Prag
Der Artikel wurde von unserer Partnerklinik “ FertiCare „in Prag, Karlsbad und Znojmo erstellt und zur Verfügung gestellt.
Nächster Schritt

Du hast Fragen zu diesem Thema?

Wir kennen die Kliniken persönlich und wissen, welche Fragen einem nachts im Kopf herumgehen. Sprich mit uns, bevor du dich entscheidest.